Dienstag, 20. September 2016

Ungeregelte Hocheffizienzpumpen an älterer UVR1611

Hier noch eine Ergänzung zu diesem Beitrag über geregelte Hocheffizienzpumpen.

Bei Hocheffizienzpumpen (HE-Pumpen) besteht das Problem, dass sie beim Einschalten kurzzeitig einen hohen Einschaltstrom ziehen. Ältere UVR1611 könnten dadurch beschädigt werden. Beim Austausch von ungeregelten Pumpen, z.B. der Heizungsumwälzpumpe oder der Solarpumpe im Primärkreis, gegen eine HE-Pumpe ist daher diese Information des Herstellers Technische Alternative zum Pumpentausch zu beachten, die nachfolgend kurz zusammengefasst wird:

Werden in einer Anlage Standardpumpen gegen Pumpen mit Elektronik (z.B. Hocheffizienzpumpen) getauscht, so muss in Hinsicht auf den Regler folgendes beachtet werden:
 

Bei aktuellen Typen muss die Version bzw. die Seriennummer des Reglers beim Wechsel der Pumpen beachtet werden. Bei Geräten niedrigerer Version bzw. Seriennummer muss für die angegebenen Triac-Ausgänge entweder ein externes Zwischenrelais gesetzt oder der Regler getauscht werden.

Alle anderen Ausgänge sind Relaisausgänge und können Hocheffizienzpumpen schalten.

Folgende Regler können bereits Hocheffizienzpumpen schalten:

Regler: UVR 1611K, S
Triac- Ausgänge: 1, 2, 6, 7
ab Version A 2.21
ab Seriennummer: 28733


Für uns BUSO-Anwender bedeutet dies:

  • Alle UVR1611 können ungeregelte HE-Pumpen schalten, aber evtl. nicht an allen Ausgängen. 
  • Die Primär-Solarpumpe ist i.d.R. an Ausgang 4 angeschlossen, der ein Relais-Ausgang und damit unproblematisch ist. 
  • Die Heizkreispumpe hingegen ist meist an Ausgang 7 angeschlossen, der erst ab Seriennummer 28733 für HE-Pumpen verwendet werden darf. Hier muss ein entweder ein Relais verbaut werden oder die HE-Pumpe muss beispielsweise an Ausgang 10 angeschlossen werden. Beim Wechsel des Ausgangs ist eine kleine Änderung der Programmierung im Regler erforderlich. Es muss der Ausgang eingerichtet werden und anschließend in allen Funktionen, die A7 nutzen, A7 in A10 geändert werden. Normalerweise sollte nur das Heizkreis-Modul betroffen sein.
Die Seriennummer der UVR1611 befindet sich im Innern des Gerätes. Es muss daher der Regler vom Strom getrennt und das Bedienteil abgenommen werden. Auf der Rückseite des Bedienteils ist bei meinem Regler die Seriennummer aufgedruckt. Der Regler selbst ist von Anfang 2005 und die Nummer liegt im 6000er-Bereich, ist also noch weit von der obigen Nummer entfernt.






Donnerstag, 8. September 2016

Moderne Hocheffizienzpumpen an älterer BUSO-Anlage bzw. UVR1611

Wie ein Leser hier bemerkt hat, besteht folgende

Problematik

Herkömmliche Pumpen, die in BUSO-Anlagen (und eigentlich fast überall anders auch) verbaut sind, werden von der UVR1611 im Wellenpaket-Verfahren angesteuert, sofern sie drehzahlgeregelt sind. Dies sind mindestens die Solarpumpe im Sekundärkreis und die Pumpe für die Frischwasserstation, in meiner Anlage auch die Kessel-Ladepumpe.

Seit Mitte 2015 dürfen diese herkömmlichen Pumpen aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs nicht mehr verkauft werden. Es sind nur noch Hocheffizienzpumpen (HE-Pumpen) zugelassen, die aber nicht per Wellenpaket drehzahlgeregelt werden können. Für die Drehzahlregelung von HE-Pumpen wird das PWM-Verfahren (Pulsweitenmodulation) eingesetzt, das es aber nicht bei allen HE-Pumpen gibt. HE-Pumpen an sich sind schon deutlich teurer als herkömmliche Pumpen, die PWM-Unterstützung erhöht den Preis noch weiter.

Ältere UVR1611 unterstützen jedoch kein PWM-Verfahren. Erst neuere Ausführungen (ab Seriennummer 41674) bieten zwei PWM-Ausgänge.

Beim Ausfall einer ungeregelten Pumpe (Heizkreis, primärer Solarkreis, Ladepumpe) sollte es keine Probleme geben. Diese Pumpen können direkt durch eine passende HE-Pumpe ersetzt werden. Allerdings habe ich gelesen, dass HE-Pumpen für wenige Sekundenbruchteile einen hohen Einschaltstrom erzeugen, der schon Regler beschädigt haben soll. Diese Berichte waren aber alle schon älter, als HE-Pumpen noch nicht so verbreitet waren. Dass die UVR1611 davon betroffen ist, habe ich nicht gefunden. Sicherheitshalber kann ein Einschaltstrombegrenzer verbaut werden.

Beim Ausfall oder vorzeitigen Austausch der drehzahlgeregelten Pumpe (sekundärer Solarkreis, Frischwasserstation) habe ich folgende Möglichkeiten recherchiert:

Möglichkeit 1: Pumpensignalwandler verwenden

Herr Buschbeck teilte auf Anfrage mit, dass für derartige Fälle Signalwandler vorrätig sind. Diese Geräte sind auch auf dem freien Markt erhältlich, z. B. der Resol Pumpensignalwandler Premium. Dieses Gerät wird einfach an den bisherigen Anschluss der Pumpe an der UVR1611 angeschlossen, an den Wandler selbst werden Netz- und PWM-Kabel der Pumpe angeschlossen. Dies sollte funktionieren, allerdings habe ich dazu noch keine Bestätigung von TA oder einem Anwender erhalten.

Vorteile:

  • Geringer Installationsaufwand.
  • Kein Programmänderungen erforderlich.
  • Schnelle Lösung, wenn eine Pumpe ausgefallen ist.
Möglichkeit 2: Neue UVR1611 verwenden

Dies bietet sich für vor allem für Anwender an, die bereits eine neue UVR1611 (ab Seriennummer 41674) haben, diese Ausführung ist aber auch als Neugerät (Straßenpreis ca. 320 Euro) erhältlich. HE-Pumpen werden mit zwei Kabeln an den Regler angeschlossen: mit dem 230-V-Netzkabel zum Ein-/Ausschalten und mit dem PWM-Kabel zur Drehzahlregelung an Ausgang 15 oder 16.

Nachteile:
  • Nach der Programmübernahme sind geringere Programmänderungen erforderlich.
  • Der gesamte Regler muss vollständig neu elektrisch angeschlossen werden. 
Möglichkeit 3: UVR1611 erweitern

Diese Variante sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Die UVR1611 kann mit den Geräten CAN/IO-35 bzw. RSM610 und C.M.I (zur Bedienung des RSM610) erweitert werden, die beide PWM-Ausgänge besitzen. Allerdings sind komplexe Programmänderungen erforderlich, da die PID-Module aus Geschwindigkeitsgründen auf den externen Geräten laufen müssen und auch die zur Regelung verwendeten Sensoren an diese Geräte angeschlossen werden müssen.

Nachteile:
  • Komplexe Umprogrammierung erforderlich, anschließend komplexeres System mit ständiger Kommunikation über den CAN-Bus.
  • Zeitaufwändig im Falle eines Ausfalls.
Möglichkeit 4: Umstieg auf UVR16x2

Die UVR16x2 ist der Nachfolger der UVR1611 mit farbigem Touchscreen, modernen Möglichkeiten der PC-Anbindung über das C.M.I-Modul und 5 PWM-Ausgängen. Die UVR16x2 wird normalerweise als Relais-Version ausgeliefert, die keine Wellenpaket-Steuerung mehr unterstützt. Auf Wunsch erhält man aber die Triac-Version mit Wellenpaket-Steuerung. Mit dieser Version kann man alte Pumpen weiter betreiben und nach und nach auf HE-Pumpen umsteigen.

Die alte UVR1611-Programmierung kann leider nicht automatisch übernommen werden. Da sich die Module der UVR16x2 sehr verändert haben, ist eine komplette Neuprogrammierung mit Tapps2 erforderlich. Positiv ist, dass es jetzt einen Simulator für den PC gibt, mit dem die Reglerprogrammierung getestet werden kann. Damit ist eine vollständige Programmentwicklung  kostenlos möglich, ohne dass bereits der Regler gekauft werden muss.

Ein Umstieg auf die UVR16x2 bietet sich an, wenn man sowieso ein moderneres System haben möchte und in der Lage ist, ohne Zeitdruck die Programmierung neu zu erstellen. Wahrscheinlich werde ich demächst diese Umstellung in Angriff nehmen.

Vorteile:
  • Moderneres, schnelleres System mit besserer PC- und App-Anbindung
  • Auf absehbare Zeit zukunftssicher
  • Parallelbetrieb von herkömmlichen und HE-Pumpen
Nachteile:
  • Vollständige Neuprogrammierung erforderlich
  • Hohe Kosten (Straßenpreise 440 € UVR16x2 und 140 € C.M.I)
  • Keine Solstat-Unterstützung mehr, es sei denn, Guido erbarmt sich... ;-)
  • Zeitaufwändig im Falle eines Ausfalls

Montag, 5. September 2016

Programmierung UVR 1611 / Anpassung an neuen Brenner

Guten Morgen,
ich bekomme gerade einen neuen Kessel und muss nun diesen an die Steuerung der Solaranlage anschließen.

Hat da schon jemand Erfahrung? Der neue Kessel hat nur noch 13-20 KW (vorher 40) und ist ein moderner Brennwert-Öl-Kessel. Soweit ich die Buso-Regelung verstanden habe, müsste das trotzdem problemlos funktionieren, da die UVR den Brenner anfordert und solange laufen läßt, bis eine bestimmte Temperatur im Puffer erreicht ist. Die Ladepumpe läuft dann ebenfalls, bis der Vorlauf des Kessels eine bestimmte Temperatur unterschritten hat. Damit müsste eigentlich jeder Kessel funktionieren, oder?

Ich plane den neuen Kessel mit wenig Leistung zu fahren, um die Laufzeiten zu vergrößern (ist laut meinem Heizungsbauer sinnvoll).

Macht es Sinn sich ein Programmiergerät für die Steuerung zuzulegen? DerSupport seitens Buso scheint ja nicht gerade einfacher zu werden...

Gruß aus Seligenstadt

Freitag, 26. August 2016

Warmwasser-Wärmetauscher ersetzt

Ich hatte mich zunächst im Internet schlau gemacht und festgestellt, dass der verbaute Wärmetauscher nicht reparabel ist. Bei der Recherche bin ich auf die Firma DieTerHoeven GmbH gestoßen, die Wärmetauscher anbietet und deren Geschäftsführer Herr Terhoeven mich gut beraten hat. Dabei stellte sich heraus, dass der Wärmetauscher, wie es üblich ist, kupfergelötet ist. Derartige Wärmetauscher haben Grenzwerte für die Wasserqualität, wobei insbesondere Leitfähigkeit, pH-Wert und Härte wichtig sind. Unser Trinkwasser kratzt bei der Leitfähigkeit am oberen Grenzwert (485 von 500 Mikrosiemens). Dies könnte zum vorzeitigen Ablegen des Warmwasser-Wärmetauscher geführt haben.

Wesentlich haltbarer (aber auch teurer) sind buntmetallfreie Wärmetauscher. Während Herr Terhoeven sagte, er gehe bei kupfergelöteten Wärmetauschern von 20 Jahren Lebensdauer aus, halten buntmetallfreie Wärmetauscher nahezu unbegrenzt.

In der Zwischenzeit hatte ich Kontakt mit Herrn Buschbeck. Er teilte mir mit, dass die Ersatzteilversorgung für BUSO-Anlagen gesichert sei. Ich werde in den nächsten Wochen Informationen dazu erhalten, die ich hier veröffentlichen kann.

Herr Buschbeck besorgte mir dann auch einen buntmetallfreien Wärmetauscher, der mittlerweile eingebaut ist und seinen Dienst verrichtet. Obwohl dieser WT von den Leistungswerten und dem Volumen deutlich kleiner ist, reicht er für unser Haus problemlos. Durch das geringere Volumen reagiert er schneller und lässt sich auch konstanter regeln. Allerdings musste ich die PID-Parameter der entsprechenden Funktion auf 8-9-3 abändern, weil die Temperatur mit den alten Werten Achterbahn gefahren ist.

Donnerstag, 18. August 2016

Wärmetauscher für Warmwasser defekt

Nachdem die Anlage 11 Jahre lang nahezu störungsfrei lief - von ein paar defekten Sensoren abgesehen -, gibt es jetzt den ersten richtigen Schaden. Der Wärmetauscher für das Warmwasser ist undicht, es drückt Wasser aus der nicht-demontierbaren Wärmedämmung. Es handelt sich dabei um das kleine Modell mit 15 Litern/Minute, es ist ein GEA H25-30-G2G2X. Erschwerend kommt hinzu, dass es BUSO in dieser Form nicht mehr gibt und auch mein Installateur den Betrieb eingestellt hat.

Das Original ist auf dem Markt zu bekommen, es gibt allerdings auch günstigere kompatible Wärmetauscher. Ich bin dazu gerade im Gespräch mit einem Anbieter. Ich werde weiter berichten.

Hat sonst jemand schon mal einen defekten Wärmetauscher gehabt?

Donnerstag, 21. Januar 2016

Hallo,
ich hab folgendes Problem
Es wird folgender Hinweis angezeigt
"SolStat.exe beschädigt"
Kann ich ohne Datenverlust einfach SolStat neu installieren ???
WIN7 Prof
Schon mal Danke für Hilfe

hArzlichen Gruß
frankB

Freitag, 7. März 2014

Kollektoren reinigen

Bisher hat der Schnee im Winter die Kollektoren gut saubergehalten, aber im Laufe der mittlerweile 9 Jahre blieb doch jedes Jahr immer etwas mehr Schmutz haften. Da es diesen Winter aber überhaupt keinen Schnee gab, sind die Kollektoren jetzt ziemlich verschmutzt.

Ich könnte die meisten Kollektoren zwar mit einem langen Fensterwischer so einigermaßen erreichen, aber damit keinen nennenswerten Druck beim Putzen aufbauen. Daher wäre es wohl nötig, den Schmutz vorher anzulösen. Hat jemand einen Tipp, welche Mittelchen funktionieren?

Dienstag, 4. März 2014

merkwürdige "Erscheinung"

Hallo Solarianer,
nachdem die Sonne wenigstens Gelegentlich mal scheint, hab ich eine merkwürdige "Erscheinung"
Ich hab keine Erklärung für die Ausschläge des HK-VL ein bis zwei mal am Tag

Es waren einige Thermostate im Haus offen.
Von 23:00 - 06:30 und von 13:30 - 15:30h ist Nachtabsenkung eingestellt.

Auch die Warmwasserkurve fährt zu hoch. Sie ist auf 48°C eingestellt und geht überwiegend auf 55°C hoch !!??

Wer hat eine Idee
Vielen Dank
Frank aus O

Mittwoch, 13. November 2013

als Laie hab ich mal eine Frage zur Heizkurve

sie sah zunächst so aus:
Einstellungen
Tvorl. +10° == 35°
Tvorl. -20° == 70°
TvorlMax == 85°
TvorlMin == 25°


Da ich damit allerdings in der kälter werdenden Jahreszeit kaum 21° Raumtemperatur erreiche 

habe ich jetzt folgende Einstellungen
Tvorl +10° = 45°
Tvorl -20° = 60°
Tvorl Max = 70°
Tvorl Min = 25°

Da mir die Brennerstarts eindeutig zu viel sind, bei +10° Aussentemp. ca 18 !!

Wenn ich Tvorl +10° verändere, muß ich dann auch die anderen Werte ändern und wenn ja, in welchem Verhältnis ??

Danke für jede Hilfe

Sonntag, 6. Oktober 2013

Funktioniert das neue Pelletsilo?

Nachdem Ende September noch viel Solarwärme geerntet werden konnte, hat seit einigen Tagen die Heizsaison begonnen. Damit stellte sich auch die bange Frage: Funktioniert das neue Pelletsilo, auch wenn es randvoll gefüllt ist?

Im April hatte ich bereits das neue Silo, ein Volummax der Fa. all. Silotec, aufgebaut. Damals war die Heizperiode fast zu Ende, so dass das Silo nur mit einer Probefüllung, bestehend aus den restlichen 10 Säcken Pellets getestet werden konnte. Das Besondere an diesem Silo ist der sehr flache Boden, der eine hohe Raumausnutzung des Lagers ermöglicht. Damit die Pellets trotzdem zu dem Austragungspunkt wandern, wird der Boden durch einen großen Vibrationstopf in Schwingungen versetzt, während die Pellets abgesaugt werden. Mit der Testfüllung hat dies schon mal gut funktioniert.

Mittlerweile ist das Silo randvoll mit 4 Tonnen Pellets gefüllt, der Silosack fühlt sich steinhart an. Trotzdem funktioniert die Austragung so, wie sie soll - wäre auch übel gewesen, wenn dies nicht so gewesen wäre... Jetzt hat das Säckeschleppen wirklich ein Ende.